Yoga im Pott

Yoga ist in aller Munde… jeder hat schon einmal etwas vom Yoga gehört. Es soll gesund sein, der Arzt hat einem dazu geraten. Man wird davon schlank, gelenkig und vital…

All diese Vorstellungen von Yoga bringen viel Ballast und Erwartungsdruck mit sich. Das hätten sich die indischen Yogis der „alten Schule“ sicherlich nicht vorstellen können, welcher Hype hier im Westen ausgebrochen ist.

Dennoch können wir sehr dankbar sein, dass Yoga nun überall gelehrt und erlernt werden kann.

Yoga ist nicht leistungsorientierte Gymnastik, um spektakuläre Yogahaltungen mit einem noch spektakulärerem Body-Mass-Index zu erreichen. Yoga ist Arbeit des Bewusstseins. Einen Zeh in verschiedene Richtungen bewusst zu bewegen, und mit Atem und Geist ganz bei der Sache zu sein, ist wesentlich fortgeschrittener, als im Kopfstand hüpfend zu überlegen, welches modische Yoga-Accessoire hierzu das passende outfit bieten möge.

Natürlich stellen sich bei regelmäßiger Yogapraxis auch angenehme Nebeneffekte ein. In der Tat nehmen Beweglichkeit und Körpergefühl zu. Und natürlich macht es Freude, sich bisweilen mit kleinen netten Dingen das Yoga-Leben zu verschönern.

Yoga bedeutet aber auch, sich auf die Reise zu sich selbst zu machen. An Grenzen zu gelangen, diese zu betrachten, möglicherweise zu verschieben oder aber auch zu akzeptieren. All dies ist nur möglich mit Motivation zur Yogapraxis, einem wachen Bewusstsein und einer gehörigen Portion Gleichmut.

Nur dann ist es auch möglich, dass wir uns aufmachen können, einen neuen oder anderen Zugang zu unseren Mitmenschen, zu unserer Außenwelt zu finden. Aus einer ausgeglicheneren Mitte heraus mag auch das Leben „im außen“ nach und nach besser gelingen, mögen sich aber auch aufgrund der klareren Sicht auf die Dinge schmerzhafte Umbrüche und Veränderungen ergeben.

Dies sind die Erfahrungen, die ich selbst mit Yoga machen musste/durfte und die ich sicherlich auch für den Rest meines Lebens weiterhin machen werde. Nicht alles ist dabei angenehm und „entspannend wohltuend“. Vieles tut sich auf, was betrachtet und bearbeitet werden möchte. Immer wieder, Tag für Tag, Atemzug für Atemzug… . Umso dankbarer bin ich, dass ich nach meinem bisherigen beruflichen Leben als Juristin die Ausbildung zur Yogalehrerin (BDY) beim Yogaforum Düsseldorf absolvieren durfte. Vier Jahre wertvoller Praxis und wertvoller Erkenntnisse, die ich nicht missen möchte.

Einiges davon möchte ich euch hier auf meiner Homepage, die sich derzeit noch arg im Aufbau befindet, vermitteln. Stöbert einfach mal durch und lasst euch inspirieren.